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130jähriges Jubiläum. Als Diakonissen-Schwesternschaft Bethesda (Wuppertal) feierten wir am vergangenen Wochenende mit einem Festgottesdienst und mit einer schwesternschaftlichen Zusammenkunft unser 130jähriges Bestehen. 

Wichtig ist uns nicht nur der dankbare Blick zurück, sondern auch die Ausrichtung nach vorn. In der Wochenschlussandacht befassten wir uns mit dem Wochenspruch, einem Wort von Jesus, das eine Ermutigung für diakonisches Engagement ist: „Was Ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25, 40). Im festlichen Sonntags- Gottesdienst ging es ebenfalls um das Dienen. Jesus sagt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele“ (Matthäus 20, 28).

Seit 130 Jahren gibt es Bethesda-Diakonissen, die verbindlich miteinander leben und sich diakonisch engagieren. Was von den Anfängen bis heute gilt, ist dies: Wir Diakonissen sind Frauen, die von Gottes Liebe berührt wurden. Diese Begegnung hat unser Leben verändert, neu ausgerichtet, hat uns frei, froh und dankbar gemacht. Diakonisse zu sein heißt, Gott mit dem ganzen Leben eine Antwort auf seine Berufung zu geben. Dazu gehören bei uns wesentlich der geistlich strukturiert gestaltete Tag, das diakonische Engagement, die Sendungsbereitschaft, der Verzicht auf eigenen Lohn und das ehelose Leben, um frei zu sein für Gott und die Menschen.

In den zurückliegenden Jahrzehnten gab es keine Zeiten ohne Wandel. Beginnend 1886 bei der Armenpflege in Wuppertal-Elberfeld entstanden bald Gemeindeschwestern-Dienste, Sozialdienste, Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen sowie eine diakonisch-missionarische Arbeit in Japan. Schwerpunkt des Engagements war viele Jahrzehnte lang die Krankenpflege. Im Jahr 2001 wurde die Trennung von Diakoniewerk und Schwesternschaft vollzogen, sodass die großen Gesundheitseinrichtungen nicht mehr von der Schwesternschaft mitverantwortet werden.

Wir Bethesda-Diakonissen widmen uns seitdem kleineren, überschaubaren Arbeitsfeldern, in denen ebenfalls die geistliche Prägung eingebracht wurde und wird. Ob bei „Kinder in die Mitte“ in Berlin, in der Suchtkrankenhilfe für Frauen in der Ukraine (beide bereits in andere Hände übergeleitet), im Secondhandladen „Suchen und finden“ in Wuppertal, in der Stadtteil- und Flüchtlingsarbeit oder in der Gästearbeit mit Seelsorge und Geistlicher Begleitung – stets ist der Einsatz verbunden mit dem Ziel, dass das Evangelium erfahrbar wird.

Loslassen können und offen sein für neue Wege, die Gott weist, ist immer neu gefragt. Und der Spagat zwischen diakonischem Engagement und Wirtschaftlichkeit macht auch vor der Diakonissen-Gemeinschaft nicht Halt. So wir die Notwendigkeit, die Gästearbeit zum Jahresende zu schließen - mit großem Bedauern. Die Schwesternschaft hat aber die Erfahrung gemacht, dass die Beauftragungen Gottes nicht enden. So stimmt es hoffnungsvoll, dass es derzeit eine Kandidatin in der Probezeit gibt, die Diakonisse werden möchte, zunächst zur Probe. Anfang Oktober wird die Einkleidung mit der Diakonissen-Tracht sein – auch ein Grund, mit gutem Mut nach vorn zu blicken!